04/I/2019 Erdgasförderung

AntragstellerInnen:

SPD-Unterbezirk Oberhavel, SPD-Ortsverein Zehdenick, SPD-Ortsverein Gransee-Fürstenberg

Der Landesparteitag möge beschließen:

Erdgasförderung

Die SPD wendet sich gegen weitere Erkundungen im Erdgasfeld „Zehdenick-Nord“. Der Landesvorstand und die Landtagsfraktion werden aufgefordert, alle notwendigen Initiativen zu ergreifen, um den Stopp weiterer Untersuchungen und eventuell geplanter Probebohrungen zu erwirken.

Begründung:

Die Auswertung von Erkundungsbohrungen in den Jahren 1974 bis 1978 ergab, dass sich im Gebiet Zehdenick mit hoher Wahrscheinlichkeit eine konventionelle Erdgasförderstätte befindet. 2014 beantragte die Firma Jasper Resources die Erteilung einer bergbaurechtlichen Erlaubnis zur Aufsuchung, die das Landesbergbauamt im November 2015 genehmigt hat. Anfang 2019 erkundete die Firma Jasper Resources anhand reflektierter Schallwellen den Untergrund zwischen Zehdenick, Templin und Gransee, um zu erfahren, ob sich die Förderung von Erdgas lohnt. Bis zum Sommer diesen Jahres sollen die Daten ausgewertet sein.

Das Erkundungsfeld, in dem Jasper Resources nach Erdgas suchen darf, überschneidet sich mit zahlreichen Landschafts- und Naturschutzgebieten. Insgesamt würden die negativen Begleiterscheinungen einer eventuellen Erdgasförderung überwiegen. Die Lebensqualität in Zehdenick würde nachhaltig gesenkt und die gesundheitlichen Risiken sind nicht abschätzbar. Darüber hinaus sind auch die negativen Folgen auf die Tier- und Pflanzenwelt überhaupt nicht absehbar.

Empfehlung der Antragskommission:

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